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Glossar: Begriffe aus dem Mobilfunk-Fachhandel

Von B wie Belegausgabepflicht bis Z wie Z-Bon: 23 Begriffe, die im Handyshop täglich vorkommen – kurz und ohne Juristendeutsch erklärt. Vertiefung gibt es im Ratgeber.

Belegausgabepflicht

Seit 2020 muss bei jedem Kassenvorgang ein Beleg erstellt und dem Kunden angeboten werden – auf Papier oder elektronisch (z. B. als QR-Code oder E-Mail). Der Beleg enthält unter anderem TSE-Signatur, Seriennummer und Transaktionszähler.

Cloud-TSE

Technische Sicherheitseinrichtung, die nicht als Gerät im Laden steckt, sondern als zertifizierter Dienst im Rechenzentrum läuft. Vorteile: kein Hardware-Ausfall, mehrere Kassen und Filialen mit einer Lösung, Zertifikat wird vom Anbieter verlängert.

DATEV-Export

Übergabe der Kassen- und Umsatzdaten im DATEV-Format an den Steuerberater. Spart manuelles Abtippen und reduziert Fehler beim Monatsabschluss. In Akviz als Zusatzoption verfügbar.

Distributor

Großhändler zwischen Netzbetreiber und Fachhandel (z. B. für Vodafone-, Telekom-, o2- oder 1&1-Verträge). Er stellt das Händlerportal, wickelt Aktivierungen ab und zahlt Provisionen aus. Akviz importiert Vertrags- und Provisionsdaten aus den gängigen Distributor-Exporten. Vertragsimport aus Distributor-Portalen →

DSFinV-K

Digitale Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme: das einheitliche Exportformat, in dem Kassendaten bei einer Prüfung oder Kassen-Nachschau an das Finanzamt übergeben werden müssen. Eine konforme Kasse erzeugt den Export auf Knopfdruck.

GoBD

Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form. Verlangen unter anderem Unveränderbarkeit, Vollständigkeit und zeitgerechte Erfassung – und eine Verfahrensdokumentation, die beschreibt, wie die Kasse betrieben wird.

Händlerportal

Web-Oberfläche des Distributors oder Netzbetreibers, in der Verträge aktiviert, Verlängerungen gebucht und Abrechnungen heruntergeladen werden. Die Exporte daraus (CSV, Excel) sind die Datenquelle für den automatischen Import in Akviz.

IMEI

International Mobile Equipment Identity: eindeutige 15-stellige Seriennummer eines Mobiltelefons. Wird beim Verkauf mit dem Vertrag und dem Kunden verknüpft – wichtig für Garantiefälle, Rückgaben und den Nachweis gegenüber dem Distributor.

Kassen-Nachschau

Unangekündigte Prüfung der Kasse durch das Finanzamt während der Öffnungszeiten (§ 146b AO). Der Prüfer kann Einsicht in Kassendaten, TSE-Protokolle und Verfahrensdokumentation verlangen. Wer den DSFinV-K-Export und die Belege sofort vorlegen kann, ist in wenigen Minuten fertig.

Kassenbuch

Chronologische Aufzeichnung aller Bareinnahmen und -ausgaben mit täglichem Kassenbestand. Muss täglich geführt werden; Differenzen zwischen Soll- und Ist-Bestand sind zu dokumentieren. Akviz führt das Kassenbuch automatisch aus den Kassenvorgängen.

Kassenmeldung (§ 146a AO)

Pflicht, elektronische Kassensysteme inklusive TSE beim Finanzamt an- und abzumelden – seit 2025 elektronisch über ELSTER. Anzugeben sind unter anderem Art, Seriennummer und Anschaffungsdatum von Kasse und TSE.

KassenSichV

Kassensicherungsverordnung: Verordnung des Bundesfinanzministeriums, nach der elektronische Kassensysteme in Deutschland seit 2020 über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) verfügen müssen. Zusätzlich gelten Belegausgabepflicht und Meldepflicht der Kasse beim Finanzamt. Ratgeber: KassenSichV im Handyshop →

Kundenakte

Zentrale Ansicht aller Informationen zu einem Kunden: Verträge, Geräte, Verlängerungsfenster, Kontakthistorie, Notizen und Dokumente. Ersetzt Zettel, Excel-Listen und das Gedächtnis des Chefs. Kundenakte in Akviz →

Marge

Was nach Abzug von Gerätekosten und Rückstellungen von Provision und Zuzahlung übrig bleibt. Akviz rechnet die Marge je Vertrag, je Mitarbeiter und je Filiale – so sieht man, welche Tarife und Geräte sich wirklich lohnen.

Provision

Vergütung, die der Fachhändler vom Netzbetreiber oder Distributor für vermittelte Verträge, Verlängerungen und Zusatzoptionen erhält. Wird typischerweise monatlich als Provisionsabrechnung ausgezahlt – oft in einer Tabelle mit hunderten Positionen, die kaum jemand vollständig prüft. Provisionsabrechnung automatisch prüfen →

Provisionsabrechnung

Monatliche Aufstellung des Distributors oder Netzbetreibers über gezahlte und gekürzte Provisionen. Akviz gleicht sie automatisch mit den eigenen Verträgen ab und zeigt fehlende, zu niedrige oder rückbelastete Positionen. Ratgeber: Provisionsabrechnung prüfen →

Rückbelastung (Storno)

Nachträglicher Abzug einer bereits gezahlten Provision, etwa weil der Kunde widerrufen hat, der Vertrag innerhalb der Frist gekündigt wurde oder Zahlungen ausblieben. Rückbelastungen sollten immer gegen den eigenen Vertragsbestand geprüft werden – nicht jede ist berechtigt.

SIM-Tausch (eSIM)

Wechsel der SIM-Karte eines Kunden, zunehmend als eSIM-Profil. Im Fachhandel eine häufige Serviceleistung, die in der Kundenakte dokumentiert werden sollte, damit später nachvollziehbar ist, welche Karte aktiv ist.

TSE (Technische Sicherheitseinrichtung)

Vom BSI zertifiziertes Modul, das jeden Kassenvorgang mit Signatur, Zähler und Zeitstempel unveränderbar protokolliert. Es gibt Hardware-TSE (USB-Stick, SD-Karte) und Cloud-TSE (Signatur über einen zertifizierten Dienst im Rechenzentrum). Akviz nutzt eine Cloud-TSE, sodass keine Hardware im Laden nötig ist. Kassensystem mit Cloud-TSE →

VVL (Vertragsverlängerung)

Verlängerung eines bestehenden Mobilfunkvertrags um eine neue Laufzeit, meist 24 Monate. Für den Fachhandel die wichtigste wiederkehrende Provisionsquelle: Wer die Verlängerungsfenster seiner Bestandskunden kennt und rechtzeitig anspricht, verlängert selbst – statt dass der Netzbetreiber oder ein Online-Shop den Kunden übernimmt. Kundenverwaltung mit VVL-Ampel →

VVL-Fenster

Zeitraum, in dem ein Vertrag verlängert werden kann, ohne dass die Restlaufzeit verloren geht. Bei den meisten Netzbetreibern beginnt es einige Monate vor Laufzeitende. Akviz zeigt fällige Verträge als Ampel: grün (noch Zeit), gelb (bald), rot (jetzt handeln).

Z-Bon (Tagesabschluss)

Tagesendsummenbon, der alle Umsätze eines Kassentages abschließt und fortlaufend nummeriert ist. Nach dem Z-Bon lassen sich Buchungen des Tages nicht mehr ändern. Er ist Grundlage für Kassenbuch und Buchhaltung.

Zuzahlung

Betrag, den der Kunde beim Vertragsabschluss oder bei der Verlängerung für ein subventioniertes Gerät bezahlt. Fließt in die Margenberechnung ein: Provision plus Zuzahlung minus Gerätekosten ergibt den tatsächlichen Ertrag eines Abschlusses.

Fachbegriffe sind das eine – Umsetzung das andere.

In 30 Minuten zeigen wir, wie Kasse, VVL und Provisionen in Akviz zusammenspielen.

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